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Kräuterseminar am BognerhofAuf das Kräuterseminar unter der Leitung von Reinhard Leeb haben wir uns schon lange gefreut, jetzt ist es endlich so weit. Kurz vor 9 Uhr trudeln wir mit Sack und Pack und Regenkleidung (man weiß ja nie ….) am wunderschön gelegenen Bognerhof (ganz bei uns in der Nähe) ein. Ein spannender und lehrreicher Tag wartet auf uns!

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde geht´s los, Reinhard peppelt unser theoretisches Kräuterwissen gehörig auf. Ein fast unerschöpfliches Kapitel sind die Aspekte zum richtigen Sammelzeitpunkt und zur Auswahl der passenden Kräuter: Wir lernen sehr Interessantes über Tages- und Planetenzuordnungen und über die Signaturen der Kräuter. Ganz wichtig ist für Reinhard aber auch, immer wieder zu vermitteln, wie notwendig der respektvolle Umgang mit den pflanzlichen Freunden und Helfern ist – und damit spricht er uns aus der Seele. Dann heißt es fertig machen zur Exkursion!

im Gänsemarsch über die Kräuterwiese“G’spornt und g’stiefelt”, wie man bei uns so schön sagt, marschieren wir gemeinsam hinauf zu den Wiesen oberhalb des Bognerhofes. Die mitgebrachte Regenkleidung ist wunderbarer Weise überflüssig, das Wetter ist ideal … trocken, teilweise sonnig, und nicht zu heiß. Reinhard zeigt uns viel Pflanzen, erklärt wo sie uns helfen können und natürlich wird fleißig roh verkostet. Gleichzeitig werden ein paar Kräuter für den einen oder anderen Nachmittags-Tee gesammelt. Denn nach dem Mittagessen kommt der praktische Teil des Seminars, die “Hexenküche”.

Veraschung von Peter ... ähhh ... KräuternWieder zurück am Hof wartet schon eine liebevoll gedeckte Tafel auf uns und wir werden mit hausgemachten Käsespätzle, Salat und als Nachspeise mit einem tollen Rhabarberkuchen verwöhnt. Jetzt sind wir gestärkt und aufnahmefähig für den zweiten Teil. Nach nochmaliger kurzer Theorie geht es los mit der Praxis. Als erstes zeigt uns Reinhard, wie Kräuter verascht werden. Die Salze, die man aus der Asche gewinnen kann, verwandeln eine “normale” Tinktur in eine spagyrische. Auch über Essenzen erfahren wir einiges, vor allem, dass sie sehr aufwändig in der Herstellung sind mit mindestens zwei Destillations-Schritten. Klar, dass Peter sich dafür schwer interessiert – mir ist das wie üblich zu technisch, ich bleibe da lieber bei der Tee-, Salben- und Tinkturenherstellung :)

in der HexenkücheJetzt ist die Zeit für den großen Kücheneinsatz gekommen. Wir holen Kräuter von draußen, die Reinhard für die Kräutersuppe benötigt, zwischendurch kocht er immer wieder Tee für uns. Es wird gegraben, geputzt, gewaschen, geschnitten und gezupft. Wir lernen, wie man Salben (auf zwei unterschiedliche Arten) herstellt und dürfen davon sogar etwas mit nach Hause nehmen. Während der ganzen Zeit teilt Reinhard sein immenses Wissen über Kräuter bereitwillig mit uns – er wird quasi schamlos ausgequetscht wie eine Zitrone … hihi. Und weil er grad so schön beim Rumköcheln ist, zeigt er uns noch, wie man Ghee herstellt, das man an Stelle von Schweineschmalz zur Salbenherstellung verwenden kann – und natürlich zum Kochen ;)
Wer grade nicht am Rühren oder Schneiden ist, kann in einem der vielen Bücher blättern, die Reinhard mitgebracht hat. Die Zeit vergeht viel zu schnell und so findet das abschließende Suppenessen schon in Abwesenheit einiger Teilnehmer statt, die leider ganz pünktlich weg mussten.

Schade, dass dieser interessante Tag so schnell vorbei ging – auf jeden Fall können wir Reinhards Kräuterseminare und -wanderungen wirklich wärmstens empfehlen!

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