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Arbeitsbericht Mai

Der Mai ist vorüber und es ist Zeit für einen kleinen Rückblick – hey, dabei fällt mir auf, dass wir eigentlich ganz schön produktiv waren. Das Biotop vorm Haus war natürlich ein großes Hauptprojekt, ebenso der Bau des zweiten Hügelbeetes, aber darüber gibt´s ja schon seit Fertigstellung eigene Blogeinträge. Für alle Interessierten und diejenigen, die glauben, wir lägen hier nur auf der faulen Haut und würden uns die spärlich vorhandene Sonne auf den Pelz scheinen lassen, folgt jetzt eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse :)

Fichtenwipferl-ProduktionWie schon erwähnt, auf dem lehmabgedichteten Biotop lag lange unsere Hauptaufmerksamkeit. Aber zwischendurch gab es natürlich – je nach Wetterlage – noch andere Dinge zu erledigen. Wir haben im Mai ja nicht nur Regentage gesehen, nein! Es gab auch Sonnenschein – und praktischer Weise fielen ein paar von den Sonnentagen auch genau in die Vollmond-Phase. Ein Idealer Zeitpunkt zum Sammeln von Kräutern also (obwohl ich nach dem Kräuterseminar vom Samstag die Zeitpunkt-Frage beim nächsten Mal bestimmt noch ausgiebiger überdenken werde ;) ). Nachdem beim letzten Vollmond ja schon Löwenzahnblüten gesammelt und zu Löwenzahnhonig verarbeitet wurden, waren diesmal die Fichtenwipferl dran. Schön hellgrün und noch flauschig weich, und natürlich duftend waren sie … kurz: genau richtig. Mit Baumwolltasche und Gummistiefeln bewaffnet schritt ich also zur Tat … wohlgemerkt habe ich unsere eigenen Fichten um ihre Austriebe erleichtert, keine fremden. Und von jedem Baum nur einige wenige, um beim Baum nicht in Ungnade zu fallen. Und natürlich habe ich mich bei den Bäumen auch für ihre Spende bedankt! Danach gings in der Küche stundenlang gehörig zur Sache – Fichtenwipferl-Honig, Fichtenwipferl-Gelee standen am Plan und weil noch was übrig war, ging sich noch das Ansetzen eines Fichtenwipferl-Likörs aus (nicht am Foto).

Tomaten- und Chilli-RefugiumDie Sonnentage mussten natürlich schamlos ausgenutzt werden und während Peter mit Biotop, zweitem Biotop (dazu später) und Holzhacken beschäftigt war, beschloss ich, dass es für meine Tomaten- und Chilli-Freunde Zeit für frische Luft ist. Hm, regengeschützt und warm wollen sie stehen – da bietet sich ja der Platz vor der Holzwand unseres Gartenhäuschens geradezu an. Gesagt, getan … die Tomaten kamen in große Töpfe und die Wiese musste weichen um auch noch den Chillis Platz zu geben. Der Rest der Tomaten- und Chillipflanzen findet sich übers ganze Grundstück verstreut, z.B. am Hang und im Gemüsegarten. Außerdem fanden im Mai noch viele, viele Pflanzen ihren Weg in unseren Garten und in die Gemüse-Hügelbeete. Am Biotop, am Hang … überall wurde gepflanzt bis die Knochen krachten – meine zumindest. Schließlich soll in den kommenden Jahren hier eine naturnahe Permakultur-Idylle entstehen.

Ein weiteres Projekt, das wir in Angriff genommen haben und das bereits weit fortgeschritten ist, ist der Zugang vom Parkplatz zum Haus. Damit wir und unsere Besucher nicht jedesmal vom Tor zum Parkplatz ihr Leben riskieren müssen. Denn leider gibt es auch hierzulande rücksichtslose Raser, die sich weder an Geschwindigkeitsbegrenzungen noch an die Vernunft halten :( Über den Wegbau werden wir aber wieder einen eigenen Eintrag veröffentlichen wenn er abgeschlossen ist. Nur soviel: Der Verlauf samt Unterbau in Form einer Kiesschicht ist schon fertig *freu*!

HolzarbeitWenn Holz oder Wasser ins Spiel kam, war Peter ganz in seinem Element – vielleicht nicht immer ganz freiwillig, denn Holzhacken zum Beispiel würden mir meine Bandscheiben so schnell nicht verzeihen weswegen ich ihn bei solchen Arbeiten schmählich im Stich lasse ;) Von den kaputten Bäumen, die wir im Winter leider aus der Obstwiese entfernen mussten, war ein großer Haufen Stammstücke aufgetürmt und Peter hat sich daran gemacht, diese Stücke in ofentaugliche Scheiter zu hacken. Eine rechte Plagerei mit der alten Axt, die sich noch dazu nach kurzer Zeit im wahrsten Sinn des Wortes aus dem Staub machte … sprich: sich in Einzelteile auflöste … hihi. Eine neue Axt war schnell angeschafft und mit ihr zu hacken muss ein wahrer Wohlgenuss sein – denn Peter war von da an nicht mehr zu bremsen und man konnte ihn sogar beim größten Sau(sorry liebe Schweinderln)wetter hacken hören. Innerhalb kürzester Zeit haben sich der große Holzhaufen in einen feinsäuberlich geschlichteten Brennholz-Stapel und mein Schatz in einen durchtrainierten Adonis gewandelt :)) So hab ich von dieser Aktion auch noch was – abgesehen von der Wärme im Haus *kicher*. Aber von den Holzarbeiten war dies erst der kleinere Teil – der nächste große Brocken wurde im Mai angeliefert und wartet auf dem Parkplatz beim Teich auf Peter: der Holzvorrat für die nächsten zwei Jahre (siehe Bild).

Biotop im WaldgartenBeim Ausheben des Lehms für die Abdichtung unseres Biotops vorm Haus entstand im unteren Bereich des zukünftigen Waldgartens ein weiteres Biotop, in dem sich dank des Lehmbodens das Wasser ganz von selber einfindet ohne Probleme hält. Peter hat zwischendurch immer wieder daran weitergearbeitet und es vergrößert bzw. verschönert. Jetzt fehlen nur noch passende Pflanzen dort … ich hab schon ein paar im Hinterkopf, die sich dort wohlfühlen könnten ;)

mit Pilzbrut beimpfte StämmeEin weiteres Holzprojekt – diesmal in Teamwork – stand noch an, das aber leider wegen des schlechten Wetters noch nicht abgeschlossen ist. Seit Wochen haben wir sehnsüchtig auf die Lieferung der Baumstämme gewartet, denn ein paar von ihnen habe ich eine zweckfremde Bestimmung zugedacht. Sie sollten nämlich als Grundlage für unsere kleine Pilzzucht dienen. Beim ersten halbwegs annehmbaren Wetter sägt mir Peter 1m-Stämme zurecht und bereitete die Stücke mit zwei Einschnitten für die Beimpfung vor. Das Abkleben und Beimpfen der Stämme war dann mein Part. Auf dem Foto ist sind die ersten fertigen Stämme zu sehen, weitere folgen noch sobald wir noch dünne Baumstämme gefunden haben. Und wenn alles gut geht, ernten wir im kommenden Jahr vielleicht schon gelbe Austernseitlinge und schmackhafte Baumschwämmchen.

Pfad am HangAber auch schon im April waren wir nicht untätig wenn es das Wetter zuließ. Peter hat am Hang wieder ein langes Stück Pfad angelegt, das ich später mit allen möglichen Pflanzen bepflanzt habe. Dort oben wächst an Essbarem jetzt (so uns die Schnecken nicht alles wegfressen) Tomaten, Heidelbeeren, Preiselbeeren, Cranberries, eine Aubergine, Meerkohl, Wildobststräucher und Peter hat noch zwei Obstbäume ganz oben gepflanzt. Ergänzt wird das Sammelsurium durch viele schon vorhandene Sträucher (Haselnüsse, Mispeln, Brombeeren, Himbeeren, …) und neue Pflanzen wie z.B. Königskerzen, diverse Sträucher und Blumen. Fortsetzung folgt definitiv!

GrillplatzWir wollen aber nicht nur arbeiten, sondern manchmal auch unser Paradies genießen – und das geht besonders gut auf der hinteren, überdachten Terrasse am fröhlich rauschenden Bach. Damit wir dort auch kulinarische Genüsse zur Verfügung haben, hat Peter auf der kleinen Wiese neben der Terrasse einen Grillplatz angelegt. Wer uns kennt, weiß, dass ihn kein Betonstein-Fertiggrill bei uns erwarten wird … viel besser zu uns passt natürlich ein rustikaler Dreibein-Hängegrill über einer Stein-Feuerstelle :)

neues VordachUnd schließlich bekam noch unser Vordach ein neues Outfit – gezwungener Maßen. Bei der ersten raschen Erwärmung im Frühjahr hatten sich nämlich ein paar große Stücke der riesigen Eiszapfen-Wand, die von der Dachrinne hing, gelöst. Sie sind mit solch großer Wucht heruntergefallen, dass sie dabei einige Ziegel des Vordaches durchschlagen haben und auch die vorderen Holzblenden hielten dem Aufschlag nicht Stand. Peter hat beim Dachdecker neue Ziegel bestellt, bei der Gelegenheit gleich die teilweise morsche Verlattung erneuert und das Vordach neu eingedeckt. Jetzt begrüßt es unsere Besucher in strahlend neuem Glanz!

So, das war jetzt ein kleiner Überblick über die wichtigsten Neuerungen rund ums Haus. Als nächstes wird vermutlich der Weg vom Parkplatz zum Haus fertig gestellt werden und der Eingangsbereich vom Parkplatz. Außerdem warten einige Pflanzen (Kiwi, Wein, …) noch sehnsüchtig auf Rankgerüste. Es gibt natürlich noch mehr Pläne, aber dazu berichten wir genauer, wenn wir sie in Angriff genommen haben – das erhöht die Spannung *zwinker*.

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