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Was gibts Neues?

SONY DSCDas Landleben macht uns riesigen Spaß, immer gibt´s rund ums Haus was zu tun, die Ideen gehen uns nie aus und es gibt viel Neues zu lernen. Wir sind mit Feuereifer bei der Sache, schließlich gilt es eine Vision zu verwirklichen, aber dazu später noch mehr ;) Trotzdem wollen wir ja nicht nur arbeiten, sondern auch die Natur beobachten und von ihr lernen. Peter macht das in letzter Zeit ganz besonders gerne, und zwar mit seiner neuen Kamera, nachdem er die alte unfreiwillig bei einer Fotosafari im Teich versenkt hat *kicher*. Das Tüpfelchen auf dem “i” ist sein Makro-Objektiv, mit dem er auch wirklich ganz tolle Bilder fabriziert – für das neue Titelfoto unserer Website stand übrigens die Seerose in unserem heuer angelegten Biotop vorm Haus Modell.

SONY DSCDas größte Projekt seit dem letzten Bericht war mit Sicherheit der zugleich auch erste Schritt für unsere Zukunft. Viele wissen es ja bereits, wir sind seit Kurzem “Landwirte”, und unserer Philosophie folgend haben wir gleich auch die Bio-Zertifizierung angemeldet. Das heißt, wir befinden uns jetzt in der Umstellungsphase. Unsere Vision ist eine Permakultur-Land(wirt)schaft, mit möglichst nachhaltigen Kreisläufen. Primäres Ziel ist die Selbstversorgung, aber langfristig soll uns unser kleines Paradies auch finanziell ernähren. Doch wie immer gilt: Der Weg ist das Ziel. Erfahrungen werden gesammelt und ein Schritt nach dem anderen gesetzt. Die Anlage einer Terrassenlandschaft oberhalb des Teiches bot sich für die erste Permakultur-Fläche geradzu an … die Ziele waren Platzgewinn und die Schaffung von klimabegünstigten Zonen. Schon bald werden hier Obstbäume, Beerensträucher, Kräuter und auf den geraden Flächen Gemüse wachsen. Erst mussten aber die Terrassen geschaffen werden, und dafür engagierten wir einen Bagger. Innerhalb eines Tages war es vollbracht, es entstanden zwei Terrassen, ein Abgang zum Teich und einer zum Bach. Gleich anschließend haben wir eine selbst zusammengestellte Gründüngungs-Mischung eingesät, die mittlerweile schon mehr als kniehoch ist und teilweise in Blüte steht.

SONY DSCZu einer richtigen Landwirtschaft gehören natürlich auch Tiere, und wer mich kennt, weiß: Ohne Viecherl geht bei mir gar nix. Zum Einstieg entschieden wir uns für Hühner und Laufenten. Auslauf haben wir ja genug, aber uns fehlte der Stall. Erst war der Hühnerstall im weinberankten Schuppen geplant. Aber dann entschieden wir uns kurzerhand um. Da war ein relativ neues Gebäude, das von den Vorbesitzern als Werkstatt/Atelier geplant war, allerdings stand es seit unserem Einzug mangels Verwendungszweck leer. Warum also Neues schaffen, wo doch schon ein so perfektes Gebäude vorhanden ist? Schön hell – wie Hühner es mögen, sogar isoliert, und sehr geräumig. Wir machten uns also an die Arbeit, legten zwei getrennte Bereiche links und rechts vom Eingang an (Enten/Hühner), montierten Sitzstangen und Mistbretter für die Hühner, bastelten Nester aus Holzresten und zum Schluss wurde der ganze Stall komplett ausgekalkt (das hat hauptsächlich Carina gemacht). Kurz darauf holten wir bei einem Züchter vier Altsteirer Hennen (alte gefährdete Rasse), und vor zwei Wochen kam ein passender Altsteirer Hahn dazu. Die Hennen ignorieren ihn jedoch bisher, keine Spur von treu folgender Herde also. Das wird sich aber bestimmt noch ändern, wenn er etwas älter ist. Einstweilen spaziert (und fliegt) er überall rum, auch dort, wo er eigentlich nicht hin soll .. wie z.B. in unserem Hausgarten, auf der Straße *grml* und letzthin hat er mich sogar in der Küche beim Sirupmachen besucht ;)
SONY DSCDie Laufenten trafen sogar schon vor den Hühnern ein, anfangs waren es drei. Allerdings sind sie uns am ersten Tag wo sie rausdurften gleich mal in den Bach abgehauen und trotz stundenlanger Bemühungen konnten wir sie weder fangen noch dazu bewegen, den Hang hinaufzuklettern. Wohl oder übel mussten wir sie in der Nacht im Bach lassen … zu allem Unglück kam gerade in dieser Nacht ein Unwetter und am nächsten Morgen war eine Ente verschwunden. Hoffentlich hat sie sich nur ein neues Zuhause ein Stück weiter den Bach runter gesucht und ist keinem Räuber zum Opfer gefallen. Die anderen beiden Quackies haben wir dann zu dritt im Wasser watend schließlich doch noch einfangen können. Mittlerweile kommen sie immer wenn man sie ruft, aber sie finden die Gegend rund ums eingezäunte (riesige) Gehege mit Biotop trotzdem so verlockend, dass wir ihnen fast täglich den Zaun aufmachen müssen – weil sie schlüpfen zwar durch jedes kleine Loch hinaus, finden dann aber nicht mehr herein und rennen dann laut quakend vorm Zaun auf und ab … hihihi.

weg1Ein weiteres wichtiges Anliegen war uns, den Zugang zum Haus zu entschärfen. Das Tor von der Straße – alle die es kennen wissen es – war wirklich lebensgefährlich, da die Straße direkt daran vorbei führt und noch dazu eine Biegung macht, so dass man beim Hinausgehen jedesmal Gefahr lief, überfahren zu werden. Uns schwebte ein lieblich geschlängelter Weg vom Parkplatz durch den Garten vor … Peter hat den Weg ausgekoffert, dann haben wir ihn mit Kies gefüllt, zum Gemüsegarten hin entstand gleich noch ein großes Kräuterbeet, in dem zur Zeit außer Kräutern auch noch Malven, Brokkoli, Kohl und Salat wachsen. Der bisher offene Eingangsbereich ist seit drei Tagen in Arbeit – mehr dazu im nächsten Bericht!

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