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Lindaumauer

SONY DSCJa, wir leben noch … und (endlich) gibt es mal wieder einen Wald-und-Wiesen-Bericht. Zu unserer Schande muss ich gestehen, dass wir es seit unserer Übersiedlung nicht ein einziges Mal auf einen Berg, ja nicht mal auf einen Hügel geschafft haben. Abgesehen von denen rund ums Haus. 

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Da mussten schon zwei Ex-Arbeitskollegen von Peter aus dem fernen Deutschland anreisen, damit unsere verstaubten Wanderschuhe wieder einmal “Gassi gehen” durften. Bei dieser Gelegenheit wanderten wir auf die Lindaumauer (1.103 m), die nur ca. 20 Fahrminuten von unserem Zuhause entfernt ist.Unser Ausgangspunkt, der Bio(!)-Hof Hochramskogler, war schnell gefunden und praktischerweise ist damit auch gleich der wichtigste Punkt unserer Wanderung, nämlich die abschließende zünftige “Hüttnjausn”, erfüllt. Hochmotiviert machen wir uns auf den Weg, es lockt ein kurzer (also auch für uns konditionsloses Fußvolk schaffbarer) Gipfelanstieg und ein angeblich tolles Panorama. Das alles bei strahlendem Sonnenschein und guter Fernsicht.

lindaumauer9Der markierte Weg führt über eine Weide in einen Wald, unsere beiden Gäste Christian und Thorsten stapfen brav hinter Peter her, der es gar nicht mehr erwarten kann im Wald die erste Pause einzulegen. Trinken und ein Apfel müssen schon drin sein. Und Lust zum Rumblödeln haben sie auch (Beweisfoto!), es sieht so aus als wären die Männer hier ein wenig unterfordert. Nach dem Wald wird es richtig almmäßig, mit Steinen und den passenden Pflanzen und allem was dazu gehört. Irgendwie erstaunt das doch ein wenig, wenn man bedenkt, dass wir erst so kurz unterwegs sind. Es dauert nicht lange, da sehen wir auch zum ersten mal die senkrechten Wände der Lindaumauer, der Weg teilt sich und wir kraxeln links hinauf direkt unter die Wand zu einer kleinen Höhle. Peter geht hinein und steht bald im Dunkeln, ich krame im Rucksack und hervor kommt … eine Stirnlampe! Hahaaaaaaa. Ähm. Ja. Nutzt bloss nix, weil sie nicht mehr funktioniert *räusper*. Zu früh gefreut, die Höhlenexkursion wird also wieder abgesagt.

lindaumauer23Wir machen uns auf den Weg, den nahen Gipfel zu erklimmen, dessen Kreuz wir nach ein paar Minuten schon sehen können. Zwischendurch bleiben wir immer wieder stehen und genießen die tolle Sicht übers Mostviertel ins Gebirge hinüber. Das lässt tatsächlich einen großartige Ausblick von ganz oben erwarten. Uns so ist es auch. Am Gipfel angekommen überwältigt uns der beinahe Rundum-Panoramablick – ein toller Berg diese Lindaumauer! Wenig Aufwand, großes Erlebnis.Wir halten uns ziemlich lange da oben auf, inzwischen kommen weitere Wanderer herauf. Auch ein paar Fotos müssen natürlich geknipst werden – die Felswand, die knapp hinter den “Sitzgelegenheits-Steinen” senkrecht abbricht, sieht wirklich super aus. Von hier oben sieht man auch zum Hochramskogler hinunter, der Blick lässt unsere Vorfreude auf die Jause steigen und so machen wir uns wieder auf den Rückweg.

SONY DSCDer selbe Weg zurück wär natürlich langweilig, also muss ein anderer her – es gibt ja angeblich eine zweite Variante. Hm, ja genau, beim Heraufgehen haben wir auch eine Forststraße gesehen, das muss die sein, die unterhalb vom Hochramskogler herauskommt. Wir marschieren durch hohes Gras querbergein zur Forststraße, auf der wir gemütlich bergab schlendern.
Nach einiger Zeit kommt es uns aber komisch vor, dass der Berg rechts vom Hochramskogler plötzlich vor uns steht – nur anscheinend von der anderen Seite. Schnell war klar, dass die Forststraße ins nächste Tal führt, also alle Mann (und Frau) wieder kehrt marsch. Scout Peter stürmt eine Kuhweide hoch (immer der Kuhglocke nach) und tatsächlich treffen wir oben auf der Kuppel auf das Ende eines Weges, der sich von der Richtung her nicht schlecht ansieht. Der Schein trügt nicht … nach kurzem Marsch kommen wir wieder bei unserem Ausgangspunkt an.

SONY DSCTrotz unfreiwilliger Verlängerung der Wanderung haben wir noch genügend Zeit für Brettljausen für Christian und Thorsten und hofeigenen Schafskäse (superlecker!) für Peter und mich. Das Essen gestaltete sich nicht ganz so einfach wie wir dachten, weil uns ein ganzes Regiment von Wespen kaum Ruhe ließ. Ein Fall für den Hausherrn, der mit einer Fliegenklatsche bewaffnet zur Hilfe eilte (die er eigentlich nicht wirklich brauchte, weil er die Wespen genauso gut mit den bloßen Fingern ins Jenseits beförderte). So konnten wir unsere Jause tatsächlich noch richtig genießen, die unwiderstehlich aussehenden hausgemachten Bauernkrapfen nahmen wir für den bevorstehenden Kaffee mit nach Hause.

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